Sichtbar informiert sein.

Für Angehörige

Schreibt er nicht mehr gern, oder sieht er nicht richtig?

Wie kann ich erste Anzeichen bei meinem Angehörigen erkennen?

Erste Anzeichen zeigen sich oft ganz beiläufig, etwa wenn das Lesen schwerer fällt, Dinge häufiger übersehen werden oder Unsicherheiten bei der Orientierung und bei schlechten Lichtverhältnissen entstehen. Weniger offensichtlich sind Veränderungen wie schnelleres Ermüden der Augen, Rückzug aus gewohnten Aktivitäten, häufigeres Nachfragen oder eine zunehmende Unsicherheit im Alltag.

Wichtig ist, solche Veränderungen aufmerksam wahrzunehmen. Ein Gespräch darüber kann behutsam und wertschätzend beginnen, zum Beispiel durch das Ansprechen eigener Beobachtungen.

Seit kurzem sieht XY immer schlechter. Ich wünsche mir Unterstützung.
Kurzinformationen auf einen Blick

Erste Anzeichen


  • Veränderungen im Alltag

    Wenn Lesen, Fernsehen oder die Orientierung im gewohnten Raum plötzlich schwerer fallen, können das erste Zeichen für Sehverschlechterungen sein.

  • Abkehr von Hobbys und geliebten Tätigkeiten

    Wenn Stricken, kreative oder sportliche Aktivitäten plötzlich schwerfallen, mehr Licht nötig ist oder Blendung stärker stört, können Sehveränderungen die Ursache sein.

  • Verhaltensänderungen

    Sozialer Rückzug, allgemeine Unsicherheit oder häufiges Nachfragen können auch auf Sehprobleme hindeuten.


Dein Angehöriger ist betroffen?

Gespräche behutsam führen.

Ein sensibles Thema kann oftmals besser über einen externen Impuls angesprochen werden. Du könntest erwähnen, dass du etwas über altersbedingte Veränderungen der Augen gelesen oder gehört hast und das Thema dich zum Nachdenken gebracht hat. So entsteht ein natürlicher Einstieg ins Gespräch, ohne dass es sich für dein Gegenüber wie eine Bewertung anfühlt. Auf diese Weise kann vorsichtig eine Brücke geschlagen und gefragt werden, ob solche Veränderungen vielleicht bekannt vorkommen. Wichtig ist, dabei offen und ruhig zu bleiben und keine Schlussfolgerungen vorwegzunehmen.

Deine Anlaufstellen


Beratungsstellen sind wichtige Ratgeber bei Augenerkrankungen im Alter. Sie bieten Orientierung, helfen Informationen und Hilfsmittel einzuordnen und zeigen konkrete Unterstützungsmöglichkeiten auf.

  • Zertifizierte Augenoptiker*innen

    Spezialisiert auf die Hilfsmittelversorgung von sehbehinderten Menschen

  • Beratungsstelle und Selbsthilfeorganisationen

    persönliche Gespräche vor Ort

  • Rehabilitationslehrer*innen

    Schulungen in Orientierung und Mobilität und lebenspraktischen Fähigkeiten

  • Hörbüchereien

    Und viele weitere kulturelle und soziale Angebote